Rezension: "La morte non esiste. Ein Brevier zum Tode" von Peter Assmann und Peter Leisch
Rezension: La morte non esiste. Ein Brevier zum Tode
La morte non esiste Ein Brevier zum Tode 87 Seiten, 29,90 Euro, edition.lapis, Munderfing (Österreich) 2026, ISBN: 978-3-9504543-7-6
Eine Rezension von Thomas Vindo
Die beiden Kulturwissenschafter und -manager Peter Assmann und Peter Leisch, die ihre Linzer Heimat und esoterische Interessen teilen, haben ein „Brevier zum Tode“ herausgebracht. Sein Titel ist seine Hauptaussage und gleichzeitig Ansage: „La Morte non esiste“ („Der Tod existiert nicht“), und Hans Holbeins „Totentanz“ schmückt den Einband.
Das 87-seitige schön produzierte Büchlein enthält einen Sammlung aus Texten sehr unterschiedlicher Autor*innen und auch unterschiedlichen Charakters, deren Auswahl beiden Herausgebern einzeln zugeordnet ist. Die Texte stammen u.a. aus dem sumerischen Mesopotamien, Altägypten, der griechischen Antike, der Hebräischen Bibel und Tradition (einschließlich von Nag Hammadi), sowie dem deutschen, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, dänischen, schwedischen, tschechischen, ungarischen, serbischen und rumänischen Sprachraum bis in das 20. Jahrhundert (u.a. Kafka, Rilke, Kubin, Bergmann, Frisch, Cocteau, Cioran, Nádas). Auch die 18 Bilder, Zeichnungen und Fotos sind ähnlich multikulturell-international und zeitlich breit gestreut (vom Mittelalter bis ins Jahr 2026): sie stammen aus Mexiko über Italien, Österreich und Bulgarien bis zum Iran und Japan, und u.a. auch von Assmann selbst. Der japanische Zen-Buddhismus ist im Nachwort vertreten.
Die Autoren / Herausgeber und auch der Nachwortschreiber Herbert Rolle treten hinter ihre Beiträge und ihre jeweilige Auswahl zurück: es finden sich weder ein Vorwort noch ein Foto noch biographische Angaben zu ihnen.
Die Texte und Bilder wirken aus sich selbst und sind unabhängig von ihren Erschaffern von den Leser*innen zu betrachten und zu meditieren. Wie auch der Klappentext richtig ausführt: „Dem umfassenden Menschheitsthema des Todes kann sich ein nachdenklicher Einzelmensch wohl nur in Form eines Breviers und in Verbindung mit anderen Menschen nähern.“ Alles in allem sehr zu empfehlen.
Links
- Zum Verlag: https://innsalz.eu/produkt/la-morte-non-esiste/

