Traktat: Grußwort zur Schröder-Enthüllung durch den Großmeister der VGLvD

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Grußwort zur Schröder-Enthüllung

Gehalten anläßlich der Enthüllung am 25. Februar 2019 im Logenhaus Welckerstraße in Hamburg durch den Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland, Herrn Christoph Bosbach.

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Friedrich Ludwig Schröder war ein deutscher Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker. Als Reformer der Freimaurerei begründete er ein eigenes Ritualwerk, die sogenannte „Schrödersche Lehrart“, die noch heute von vielen Logen – auch außerhalb Deutschlands – gepflegt wird.

Die junge Freimaurerei befand sich zu Beginn der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts in einer ernsten Krise und drohte zu einer Modererscheinung des Geldadels und der Selbstdarsteller zu verkommen. Jedoch bildete sich in den 80er Jahren eine Gegenbewegung, der unter anderen die Freimaurer Herder, Goethe, Hufeland und eben F. L. Schröder angehörten. Ziel dieser Reformer war eine Freimaurerei, die sich auf die alte englische Maurerei mit den drei Graden zurückbesann.

Schröder schrieb die Ritualtexte, ersann die Einrichtung des Logenzimmers, zeichnete eine Vorlage für einen eigenen Arbeitsteppich und schuf so ein komplettes System. Seine Ritualtexte zeichneten sich durch eine schlichte, nicht manierierte Sprache aus, den Ritualablauf straffte der Theatermann, gab ihm eine eigene Dynamik und reduzierte schließlich die Zahl der Symbole.

Eines seiner Zitate hat mich besonders beeindruckt:

"Die Freimaurerei soll etwas in Ihren Mitgliedern bewirken, was weder der Staat noch die Kirche bewirken kann, und was doch unerlässlich notwendig ist, um den Menschen in der Gesellschaft und im Staat moralisch zu vollenden." Je länger man über diesen Satz nachdenkt, desto weiser erscheint er. Eine Art Wiederaufbau dessen, was die junge Freimaurerei zu Beginn desselben Jahrhunderts im Fortgang der Gründung der ersten englischen Großloge 1717 in London einmal beflügelt hatte.

So auch heute.

Zerstörung in der von uns so genannten dunklen Zeit durch verbrecherische Schergen, die voller verblendender Einfalt und Dummheit, wie auch voll des Hasses und der Selbstsucht etwas zerstörten, was einige unserer Brüder nun wieder aufgebaut haben.

Eine wiedergewordene Darstellung der andauernden Ermahnung an allzu leichten Verfall in die Missachtung der freimaurerischen Tugenden und Inhalte. Eine wiedererschaffene Statue des freimaurerischen Reformers Friedrich Ludwig Schröder, die ich heute hier mithelfen darf zu enthüllen.

Ich bin voll des Dankes und des Respekts gegenüber den Brüdern, die dies ermöglicht haben und bedanke mich äußerst herzlich bei unserem Bruder Jens Rusch und dem Künstler Lucas Branvenec.


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