Wilhelm Begemann

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Begemann, Wilhelm

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

Dr. phil., Mitglied der Großen Landesloge von Deutschland, *1843, †1914, einer der fruchtbarsten und bedeutungsvollsten deutschen freimaurerischen Historiker. Mit dem Dreigestirn Begemann, Keller und Wolfstieg beginnt in Deutschland die wissenschaftliche Durchleuchtung der freimaurerischen Geschichte.

Begemann ging mit einem umfassenden Wissensschatz an die Ergründung der Vorgeschichte der Freimaurerei. Seine sprachkritischen Untersuchungen, besonders der englischen Akten, hat der Geschichte zahlreiche neue und überraschende Lichter aufgesetzt. Nicht alles hat der Kritik durch andere Stich gehalten, aber das meiste kann sich behaupten. Seine Hauptwerke sind in erster Linie umfassende Untersuchungen über die Vorgeschichte der Freimaurerei in England (in 2 Bänden 1909/10), Schottland und lrland, Untersuchungen über die Rittergrade, die Templer- und Stuart-Legende, den Chevalier Ramsay, die Großloge von York u. v. a.

Er übertrug in glücklichster Weise die Arbeitsmethoden der englischen Quatuor Coronati Lodge auf die deutsche freimaurerische Geschichtsforschung. Die Lesbarkeit seiner Arbeiten leidet bedauerlicherweise an dem schwerflüssigen Stil des Philologen, sonst müßten seine Werke weniger zitiert und mehr gelesen sein. Eine starke Persönlichkeit, die sich ihres Wertes bewußt war, geriet er wiederholt in heftige wissenschaftliche Polemiken, so insbesondere mit Ludwig Keller, dessen reicher Phantasie er die kritische Nüchternheit der Forschung gegenüberstellte.

Siehe auch

aus "Vorgeschichte und Anfänge der Freimaurerei in Schottland."

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