Zum Goldenen Apfel (Eutin)

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Johann Daniel Siegfried Leonhardi gründete 1771 die Loge „Zum Goldenen Apfel“. Außerdem gründete Leonhardi die Logen „Zur Goldenen Kugel“ in Hamburg, „Zum Pelikan“ in Altona, „Zum Füllhorn“ in Lübeck und „Zum Pilger“ in London. Die Londoner Loge arbeitet seit ihrer Gründung in deutscher Sprache.

Aus einem Mitgliederverzeichnis vom 28. April 1772 ist bekannt, dass die Loge damals 8 Eutiner Brüder zählte. Dazu traten 6 Lübecker Brüder und 2 Ehrenmitglieder ein. Durch die Gründung der Lübecker Loge „Zum Füllhorn“ 1772 wanderten die aufgenommenen Brüder wieder ab. Eine Arbeit mit 8 Brüdern war nicht mehr möglich. Nachdem die Loge 1776 ihr freimaurerisches Licht löschte, ist es in der Rosenstadt Eutin für lange Zeit zu keiner Wiederbelebung der Freimaurerei oder zu einer Logengründung gekommen, obwohl bis 1900 berühmte Männer in Eutin lebten, die Freimaurer waren. Ein paar der berühmten Freimaurer Eutins sind Graf von Moltke, Geheimrat von Rumohr, Graf Friedrich Leopold zu Stolberg, Johann Heinrich Voß, Nicolovius, Jacobi und Hellwag.

1909 wurde die freimaurerische Arbeit in Eutin wiederbelebt. Die meisten Brüder in Eutin gehörten damals den Lübecker Logen „Zum Füllhorn“ oder „Zur Weltkugel“ an. Am 26. März 1909 kam es in Eutin zu einer Gründungsversammlung einer Freimaurerischen Vereinigung. Das damalige Protokoll spricht von 12 Eutiner Brüdern. Das Mitgliederverzeichnis der Loge von 1925 zeigt 21, von 1933 34 Mitglieder. Der alte Logenname von 1771 „Zum Goldener Apfel“ ist seit 1776 mit der Gründung der Loge „Zum Goldenen Apfel“ in Dresden nicht mehr verfügbar. Und daher nennt sich die Eutiner Loge nun „Goldener Apfel“.

Die Freimaurerloge „Goldener Apfel“ wird Anfang 1933 gewaltsam geschlossen und die Arbeit der Brüder Freimaurer ruht bis 1946.

Die Brüder stellten am 9. September 1946 ein Gesuch an die Britische Militärregierung und baten um Erlaubnis, den Eutiner Freimaurern zwanglose Zusammenkünfte zu gestatten. Diese Genehmigung wurde am 13. September 1946 erteilt und am 20. Januar 1947 fand die erste offizielle Zusammenkunft im Bahnhofshotel statt. An dieser nahmen 29 Brüder teil. Am 12. Februar 1948 unterschrieben 29 Brüder das Gründungsprotokoll.

Am 16. April 1948 fand die Eröffnung und Lichteinbringung in Wittlers Hotel statt. Nun nennt sich die Loge wieder „Zum Goldenen Apfel“, denn die Loge in Dresden existiert nicht mehr und diese wird erst nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wiederbelebt.

Da die Großlogen noch nicht wieder bestanden, arbeitete man in Eutin zunächst nach einem eigenen „Erinnerungsritual“. Es wurde beschlossen, dass bei der Ausrichtung der Loge Einigkeit unter den Brüdern herrschen müsse. So kamen die Brüder überein, sich der humanistischen Freimaurerei anzuschließen. Nach Abstimmung schloss man sich nun der Großloge A.F.u.A.M.v.D. an. Nach wechselnden Orten der Zusammenkunft konnte die Loge am 20.6.1977 einen ehemaligen Eiskeller in der Riemannstraße 111 als dauerhaftes Logenhaus beziehen.

Die Loge „Zum goldenen Apfel“ betreibt eine rege Öffentlichkeitsarbeit für die Freimaurerei. Es finden regelmäßige öffentliche Führungen durch den Schlossgarten statt. In dem englischen Landschaftsgarten wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein freimaurerischer Lebensweg durch die drei Grade angelegt.

Wirkungsstätten

Ihre Wirkungsstätten hatte die Loge "Zum goldenen Apfel"

  • Von 1771 - 1773 im Schloß Eutin, in den Privaträumen Leonhardis
  • Von 1924 – 1933 in Eutin, Peterstrassse Nr.7
  • Von 1948 - 1977 in Eutin, Wittlers Hotel und Vosshaus
  • Ab 1977 in Eutin, Riemannstrasse 111.

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