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V. [[Grad]] des [[Orden]]s der [[Gold- und Rosenkreuzer]]. Der Adeptus minor "kannte die philosophische Sonne und tat Wunderkuren". Vor der Aufnahme nahm der Kandidat feierlich Abschied von den "Philosophi", seinen bisherigen [[Brüder]]n. Der [[Redner]] belehrte ihn über die Unterschiede von [[Licht]] und Dunkel, über Tod und Leben, Verderbnis und Auferstehung, Zeit und Ewigkeit, verhieß ihm größere Naturerkenntnis mit philosophisch-theosophischen Betrachtungen über den "geheiligten [[drei]]einigen Stein", er brachte die Gottesexistenz in Verbindung mit den heiligen Transmutationen der Seele in Christo, durch erneuernde Erleuchtung des Heiligen Geistes. Dann nahm er eine Beichte ab über die am [[Orden]] und dem heiligen Bündnis und den sieben Eidespunkten etwa begangenen Sünden und erteilte Absolution, indem der Kandidat auf Stirn, Mund und Brust gezeichnet oder berührt wurde. Schließlich wurde die eigentliche Weihe in Anwesenheit aller [[Adept]]en, die verschleiert erschienen, durch den [[Meister]] des [[Tempel]]s vorgenommen. | |||
[[Licht]]er, Weihrauch, Gebete erzeugten eine stark religiös-mystische Stimmung, das Fallen eines Vorhanges enthüllte die heilige [[Dreieinigkeit]], vor der die [[Brüder]] anbetend in die Knie sanken. Es folgte die Verpflichtung gleichzeitig auf den V., VI. und VII. [[Grad]], d. h. der Adepti minores, Adepti majores und Adepti exempti, die als eine [[Dreiheit]] in der Einheit dieses Rituals dargestellt wurden. Die Brüder entschleierten sich; der neue Adept erhielt mit einer besonderen Auslegung die Kleidung, das [[maurerisch]]e [[Schurz]]fell. | |||
Dann wurde mitgeteilt, daß im gegenwärtigen Dezennium die hohen Oberen die "Astralwerke" wegen ihrer großen Schwierigkeit suspendiert hätten, daß nur das mineralische Reich bearbeitet werden dürfe. Der Feierlichkeit bei der Einweihung dieses [[Grad]]es entsprach es dann, dass der Adeptus minor die Aufnahme in den VI. [[Grad]] verlangen durfte, die ohne rituelle Handlung vor sich ging. Ein neues [[Wort]] und eine andere Ziffer bildeten die einzige Mitteilung an den jungen Adeptus major und Adeptus major und major und Adeptus exemptus. | |||
Dann wurde mitgeteilt, daß im gegenwärtigen Dezennium die hohen Oberen die "Astralwerke" wegen ihrer großen Schwierigkeit suspendiert hätten, daß nur das mineralische Reich bearbeitet werden dürfe. Der Feierlichkeit bei der Einweihung dieses | |||
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Version vom 12. Januar 2026, 08:55 Uhr
Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932) und Arnold Marx, "Die Gold- und Rosenkreuzer" in "Das Freimaurer-Museum" Band V, 1930
V. Grad des Ordens der Gold- und Rosenkreuzer. Der Adeptus minor "kannte die philosophische Sonne und tat Wunderkuren". Vor der Aufnahme nahm der Kandidat feierlich Abschied von den "Philosophi", seinen bisherigen Brüdern. Der Redner belehrte ihn über die Unterschiede von Licht und Dunkel, über Tod und Leben, Verderbnis und Auferstehung, Zeit und Ewigkeit, verhieß ihm größere Naturerkenntnis mit philosophisch-theosophischen Betrachtungen über den "geheiligten dreieinigen Stein", er brachte die Gottesexistenz in Verbindung mit den heiligen Transmutationen der Seele in Christo, durch erneuernde Erleuchtung des Heiligen Geistes. Dann nahm er eine Beichte ab über die am Orden und dem heiligen Bündnis und den sieben Eidespunkten etwa begangenen Sünden und erteilte Absolution, indem der Kandidat auf Stirn, Mund und Brust gezeichnet oder berührt wurde. Schließlich wurde die eigentliche Weihe in Anwesenheit aller Adepten, die verschleiert erschienen, durch den Meister des Tempels vorgenommen.
Lichter, Weihrauch, Gebete erzeugten eine stark religiös-mystische Stimmung, das Fallen eines Vorhanges enthüllte die heilige Dreieinigkeit, vor der die Brüder anbetend in die Knie sanken. Es folgte die Verpflichtung gleichzeitig auf den V., VI. und VII. Grad, d. h. der Adepti minores, Adepti majores und Adepti exempti, die als eine Dreiheit in der Einheit dieses Rituals dargestellt wurden. Die Brüder entschleierten sich; der neue Adept erhielt mit einer besonderen Auslegung die Kleidung, das maurerische Schurzfell.
Dann wurde mitgeteilt, daß im gegenwärtigen Dezennium die hohen Oberen die "Astralwerke" wegen ihrer großen Schwierigkeit suspendiert hätten, daß nur das mineralische Reich bearbeitet werden dürfe. Der Feierlichkeit bei der Einweihung dieses Grades entsprach es dann, dass der Adeptus minor die Aufnahme in den VI. Grad verlangen durfte, die ohne rituelle Handlung vor sich ging. Ein neues Wort und eine andere Ziffer bildeten die einzige Mitteilung an den jungen Adeptus major und Adeptus major und major und Adeptus exemptus.
