Akanthus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Freimaurer-Wiki
K
K (Formatiert)
 
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Alexis Peyrotte - Floral and Acanthus Leaf Design - Google Art Project.jpg|thumb|400px|left|Alexis Peyrotte - Floral and Acanthus Leaf Design]]
+
== Akanthus  ==
  
 +
[[Datei:Alexis Peyrotte - Floral and Acanthus Leaf Design - Google Art Project.jpg|thumb|350px|right|Alexis Peyrotte - Floral and Acanthus Leaf Design]]
 +
 +
[[Datei:Korinthian column.jpg|left]]
  
[[Datei:Korinthian column.jpg|thumb|]]
 
== Akanthus  ==
 
 
Quelle: Wikipedia
 
Quelle: Wikipedia
  
Zeile 9: Zeile 10:
  
 
== Die Natur als Vorbild: Das Akanthus-Blatt ==
 
== Die Natur als Vorbild: Das Akanthus-Blatt ==
 
 
 
  
 
Akanthusblatt am korinthischen Kapitell  
 
Akanthusblatt am korinthischen Kapitell  
 
  
 
Das distelartige Akanthus-Blatt ist ein wiederkehrendes Motiv in der Ornamentik. Eine Reihe aus Akanthusblättern fügt sich zu einem „Akanthusfries“ . Kreisförmig symmetrisch angeordnete Akanthusblätter bilden eine „Akanthusrosette“. Eine aus Akanthusblättern zusammengesetzte Ranke heißt „Akanthusranke“.
 
Das distelartige Akanthus-Blatt ist ein wiederkehrendes Motiv in der Ornamentik. Eine Reihe aus Akanthusblättern fügt sich zu einem „Akanthusfries“ . Kreisförmig symmetrisch angeordnete Akanthusblätter bilden eine „Akanthusrosette“. Eine aus Akanthusblättern zusammengesetzte Ranke heißt „Akanthusranke“.
  
 +
== Geschichte und Vorkommensarten ==
  
== Geschichte und Vorkommensarten ==
+
[[Datei:Acanthus2.JPG|thumb|350px|right]]
[[Datei:Acanthus2.JPG|thumb|300px|left]]
 
  
 
Das Akanthusornament wird bis heute als Schmuckwerk eingesetzt. Je nach Stilepoche variieren die Darstellungsformen. Die frühesten Zeugnisse stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.: Das Akanthusblatt ist ein charakteristisches Element der korinthischen Kapitelle.
 
Das Akanthusornament wird bis heute als Schmuckwerk eingesetzt. Je nach Stilepoche variieren die Darstellungsformen. Die frühesten Zeugnisse stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.: Das Akanthusblatt ist ein charakteristisches Element der korinthischen Kapitelle.
Zeile 31: Zeile 28:
  
 
Eine frühe Form der laubförmigen Ornamentik ist im Bamberger Dom am Sockel des Bamberger Reiters, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts geschaffen wurde, anzutreffen. Eine Besonderheit bildet das riesige Blatt unter den Vorderhufen des Pferdes, aus dem ein menschliches Gesicht hervortritt.
 
Eine frühe Form der laubförmigen Ornamentik ist im Bamberger Dom am Sockel des Bamberger Reiters, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts geschaffen wurde, anzutreffen. Eine Besonderheit bildet das riesige Blatt unter den Vorderhufen des Pferdes, aus dem ein menschliches Gesicht hervortritt.
 +
 
[[Kategorie: Symbole]]
 
[[Kategorie: Symbole]]

Aktuelle Version vom 3. Februar 2016, 14:27 Uhr

Akanthus

Alexis Peyrotte - Floral and Acanthus Leaf Design
Korinthian column.jpg

Quelle: Wikipedia

Akanthus (Endung latinisiert) oder Akanthos (altgriechisch ὁ ἄκανθος ho akanthos „der Dornige“) ist die archäologisch-kunsthistorische Bezeichnung für den Typus eines Ornaments, das die Gestalt der Blätter der gleichnamigen Pflanzengattung in stilisierter Form aufgreift.

Die Natur als Vorbild: Das Akanthus-Blatt

Akanthusblatt am korinthischen Kapitell

Das distelartige Akanthus-Blatt ist ein wiederkehrendes Motiv in der Ornamentik. Eine Reihe aus Akanthusblättern fügt sich zu einem „Akanthusfries“ . Kreisförmig symmetrisch angeordnete Akanthusblätter bilden eine „Akanthusrosette“. Eine aus Akanthusblättern zusammengesetzte Ranke heißt „Akanthusranke“.

Geschichte und Vorkommensarten

Acanthus2.JPG

Das Akanthusornament wird bis heute als Schmuckwerk eingesetzt. Je nach Stilepoche variieren die Darstellungsformen. Die frühesten Zeugnisse stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.: Das Akanthusblatt ist ein charakteristisches Element der korinthischen Kapitelle.

In Zierarbeiten des Barock erlebte es eine weitere Blüte. Allerdings spricht die Literatur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert von Akanthus nur im Zusammenhang mit Kapitellen und verwendet bei anderen Erscheinungsformen des entsprechenden Ornaments den Begriff Laubwerk oder Lauber. Im Frankreich des 18. Jahrhunderts - besonders in der Zeit der Régence - wurde die florale Form häufig mit Bandelwerk verbunden, einem Flächenornament, bei dem die Ranken durch mit Blüten verzierte Linien ersetzt waren. Dies brachte den Sammelbegriff Laub- und Bandelwerk hervor.

Akanthus-Verzierungen finden sich in der Architektur an Säulen, Decken und anderen Gebäudeteilen.

Akanthusaltäre gibt es in Böhmen sowie in der Oberpfalz - dort beispielsweise in St. Katharina in Reuth, in der katholischen Kirche von Thumsenreuth und in der Poppenreuth. Die wuchernden vergoldeten Ranken umrahmen jeweils Bild- und Figurenmotive. Im Unterschied zu vielen anderen Altären ergibt sich dadurch ein sehr flächiger Gesamteindruck.

Eine frühe Form der laubförmigen Ornamentik ist im Bamberger Dom am Sockel des Bamberger Reiters, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts geschaffen wurde, anzutreffen. Eine Besonderheit bildet das riesige Blatt unter den Vorderhufen des Pferdes, aus dem ein menschliches Gesicht hervortritt.