Blücher

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Generalmajor Gebhard Leberecht von Blücher, unbekannt, 1800, Inschrift auf der oberen Rahmenleiste: "Unvergesslich bleibt sein Wirken in hiesigem Oriente 5802-4", Geschenk Blüchers an die Freimaurerloge "PAX INIMICA MALIS" in Emmerich im Oktober 1800.
Am Logenhaus in Emmerich

Blücher als Freimaurer

Gebhard Leberecht von Blücher wurde am 6. Februar 1782 in die Loge Augusta zur goldenen Krone in Stargard aufgenommen und trat 1799 der Loge Zum hellen Licht in Hanau bei. Der Loge Pax Inimica Malis in Emmerich führte er seine beiden Söhne, sowie 9 Offiziere zu. 1802 bis 1806 war er Meister vom Stuhl der Loge Zu Den Drey Balken in Münster/Westf., wo er immerhin 190 Arbeiten leitete.

Zu den drey Balken.jpg

Gebhard Leberecht von Blücher

„Marschall Vorwärts“

Porträt für die Freimaurerloge „Pax inimica malis“ in Emmerich

Gebhard Leberecht von Blücher, Fürst von Wahlstatt (* 16. Dezember 1742 in Rostock; † 12. September 1819 in Krieblowitz, Schlesien), war preußischer Generalfeldmarschall und hat sich in bedeutenden Schlachten hervorgetan. Seiner offensiven Truppenführung verdankte er den populären Beinamen Marschall Vorwärts, der ihm nicht von den Deutschen, sondern von den Russen verliehen wurde. Seine beharrliche Vorwärts-Strategie, mit der er gegen das Zögern der drei verhandlungsbereiten Monarchen der Sechsten Koalition im Winter 1813/1814 die Überquerung der Rheingrenze und den Vormarsch auf Paris durchsetzte, führte zur relativ schnellen Niederlage der Franzosen. Den endgültigen Sturz Napoleons durch die Schlacht von Waterloo errang er ohne Mitwirkung der Russen und Österreicher gemeinsam mit Wellington. Dadurch wurden sie die beiden damals populärsten Kriegshelden der Befreiungskriege in Europa.


Die Rede

Am 18. September hielt er in der Loge in Bautzen seine in der Freimaurerei berühmte Rede:

„Ich habe von Jugend auf die Waffen für mein Vaterland geführt und bin darin grau geworden; ich habe den Tod in seiner fürchterlichsten Gestalt gesehen und sehe ihn noch täglich vor Augen; ich habe Hütten rauchen und ihre Bewohner nackt und bloß davongehen sehen, und ich konnte nicht helfen. So bringt es das Treiben und Toben der Menschen in ihrem leidenschaftlichen Zustand mit sich. Aber gerne sehnt sich der bessere Mensch aus diesem wilden Gedränge heraus, und segnend grüße ich die Stunde, wo ich mich im Geiste mit guten, treuen Brüdern in jene höhere Regionen versetzen kann, wo ein reines, helles Licht uns entgegenstrahlt. Heilig ist mir daher die Maurerei, der ich bis zum Tode treulich anhängen werde, und jeder Bruder wird meinem Herzen stets teuer und wert sein.“

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