Demiurg

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Demiurg

Das Wort Demiurg auf griechisch δημιουργός (dēmiourgós) bedeutet Handwerker und beschreibt bei den Gnostikern den Schöpfergott, den Schöpfer der Seelen und des Menschen.

"Er ist der Bildner und Beherrscher der geschaffenen, endlichen Welt." (Quelle: Die christliche Lehre von der Dreieinigkeit und Menschwerdung von Ferdinand Christian Baur - 1841 S. 142)

Der berühmte Arzt Galen hielt den Demiurgen für den Urheber der Körper, deren Beschaffenheit er in allen Einzelheiten optimal festgelegt habe. Der Demiurg sei aber nicht wie der Gott der jüdischen Religion allmächtig, sondern er habe nur das unter den gegebenen Verhältnissen Bestmögliche erschaffen können; über Naturnotwendigkeiten könne er sich nicht hinwegsetzen.

bei Lennhoff und Posner

Demiurg, Werkmeister, Weltbaumeister, Bildner des Weltalls, so bezeichnet Platon Gott. Ebenso nennt die Freimaurerei, getreu ihren werkmaurerischen Traditionen, Gott den "Allmächtigen Baumeister aller Welten" (A. B. & W.).

bei Wikipedia

Demiurg (griechisch δημιουργός dēmiourgós „Handwerker“) ist in philosophischen und theologischen Lehren der Antike, insbesondere im Platonismus, die Bezeichnung für den Schöpfer­gott. Der Schöpfergott als Baumeister des sinnlich wahrnehmbaren Kosmos wird als „Handwerker“ bezeichnet, weil er wie ein solcher nach einem festen Plan aus vorhandenem Material etwas Geformtes erzeugt. Vertreter der Gnosis, einer religiösen Strömung der römischen Kaiserzeit, und häretische Christen griffen diese Vorstellung auf und deuteten sie um. Während bei Platon und im Platonismus der Demiurg ein erhabenes Wesen ist, das nur das Bestmögliche will und hervorbringt, erscheint er in der gnostischen Tradition als fragwürdige Gestalt, die eine mangelhafte, von vielfältigen Übeln geprägte Welt erschaffen hat.

In modernen religionswissenschaftlichen und philosophiegeschichtlichen Texten wird als Demiurg ein Schöpfergott bezeichnet, der nicht mit dem obersten Prinzip identisch, sondern niedrigeren Ranges ist. In religiösen oder philosophischen Systemen, in denen ein Demiurg als Weltschöpfer vorkommt, gibt es eine höchste Gottheit, die nicht unmittelbar an der Erschaffung der Welt beteiligt ist.

Siehe auch

Bei Plato heißt Gott Demiurg, Weltbildner. Die Gnostiker nannten Demiurg den vom höchsten Gott unterschiedenen Schöpfer der materiellen Welt und identifizierten ihn mit dem Gotte der Juden.
Im zweiten und dritten Jahrhundert gab es sogar einen geheimen gnostischen Hermeskult mit eigenen Einweihungszeremonien. Hermes wurde als Allgeist verehrt, als derjenige Demiurg, der die Welt geschaffen hat und sie als Logos durchdringt; er wurde mit dem Erlöser identifiziert, dem Mittler zwischen Gott und der Welt, die er vom verderblichen Einfluss der Planeten befreite. Aus der Hermetik und der Gnostik entstand die griechisch-orientalisch-esoterische Lehre vom Christentum.
Daher lehrten auch die Pythagareer, die vorzüglichsten Zahlensymboliker des Alterthums, dass Alles durch Nothwendigkeit und Harmonie werde, indem der Demiurg Alles harmonisch geordnet habe
Die Dreieinigkeit der Gnostiker besteht aus der Materie dem Demiurg und dem Erlöser.
Der Demiurg, ein Untergott, erscheint in dieser Lehre als der Schöpfer der Welt, die er ohne Mitwirkung des unsichtbaren Gottes erschaffen hat.
Ganz absonderlich muten jene gnostischen Glaubensätze an, die im Demiurg ein der Urgottheit feindliches Wesen erblicken, oder daß beispielsweise Kain im Gegensatze zum blindgläubigen Abel ein Gnostiker gewesen sei, den Jehova, der Demiurg, verfolgte, oder daß der Demiurg mit seinen Dämonen dummschlau den Tod Christi verursacht und dadurch die wahren Absichten des unbekannten Gottes gefördert habe.
Ebenfalls erschafft der Demiurg den Menschen und verbringt diesen in immer dichtere Materie.
Lucifer, der „Lichtträger“ opder "lichtbringer" auch Demiurg oder "Herr der Welt" ist in der römischen Mythologie die Personifikation des Morgensterns.
In einigen Hochgradsystemen wird das Prinzip des Demiurgen und des Herren der Welt in den höheren Graden bearbeitet.
Hier an der Stelle sei der Neuplatonismus erwähnt. Platon spielt in der Freimaurerei insofern eine Rolle, da er den Großen Baumeister der Welt in seinen Schriften erwähnt . Er legt mit seinen Ausführungen in Timaios eine grundlegende Idee vor, dass es einen Demiurg gibt und dieser die Welt baute.

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