Rezension: Film "Drecksau"

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Drecksau

Rezension von Werner Springer

(Film) Original: Filth

Irvine Welsh, Hauptdarsteller: James McAvoy, Jahr: 2013   In diesem Film geht es um den Glasgower Polizisten Bruce Robertson. Ein Mann, der nach einer Beförderung strebt und dem dazu alle Mittel recht sind. Er ist korrupt und spielt seine Konkurrenten mit unfairen Mitteln gegeneinander aus. Wie im Laufe des Films ersichtlich wird, hat er eine psychische Störung und nimmt verschiedene Drogen.   Anfangs hat er die Kontrolle über alles und beherrscht das „Spiel“, wie er selbst sagt: „Man muss nur der Beste sein und normalerweise bin ich das auch“ Doch er verliert bis zum Ende des Films die Kontrolle über alles, und kommt zunehmend schlechter mit seiner Umgebung zurecht. Das Buch ist hierbei wohl extremer, das Ende ist aber dasselbe.   In dem Film wird auch die Freimaurerei angesprochen: die Worte „Freimaurer“, „Loge“ und „Bruder“  werden genannt, und der Hauptdarsteller spricht andere Personen im Film mit „Bruder“ an.   Auch ein Freimaurer-Tempel ist hierbei kurz zu sehen, wenn auch sehr stark vereinfacht. Das musivische Pflaster durchzieht den Raum und in der Mitte befindet sich ein Zeichen, das ebenfalls schwarz-weiß ist und einem Kompass ähnelt, welcher acht Himmelsrichtungen anzeigt. Die in den Kolonnen sitzenden Männer sind maurerisch mit rot gefassten Schurzen und weißen Handschuhen bekleidet.

Im Laufe des Films wird angedeutet, dass viele Personen mit hohen gesellschaftlichen Positionen in der Loge seien und sich auch gegenseitig unterstützen.   Die Ziele, sich der Humanität zu widmen, sich selbst - auch in der Gesellschaft - zu erkennen und in diese einzubringen, sprich, an sich zu arbeiten, kommen im Film nicht zur Sprache.

Bei einem Gespräch mit seiner Kollegin, damit auch Konkurrentin um seine Beförderung, sagt der Protagonist:

„Ich war mal ein guter Polizist und ein guter Mensch und ich kann mich nicht erinnern, wann sich das geändert hat.“

Aufgrund seines Verhaltens wenden sich alle Personen im Laufe der Zeit von ihm ab. Nur ein einziger, ein Bruder aus der Loge, bemüht sich weiter um ihn. Obwohl die Hauptperson ihn nicht gut und auch nicht lange kennt, bezeichnet er ihn als seinen besten Freund und entschuldigt sich für das was er diesem Freund angetan hat. Weiter gibt er ihm noch ein paar Ratschläge wie dieser Freund sein Leben verbessern könnte. Begründen tut er seine Aussage so: „Wer ganz unten angekommen ist, kann einen Weg aufzeigen, der Fehler vermeidet.“

Die schauspielerische Leistung ist ausgesprochen gut und zeigt viele verschiedene Emotionen. Man muss aber sagen, dass der Film kompliziert ist und nicht jedem gefallen wird, einen sinnvollen Einblick in die Welt der Freimaurer gibt er nicht.