Sieben

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Sieben

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder


eine der "heiligen Zahlen". Eine der umfassendsten Arbeiten über ihre Verwendung hat Andrian-Werburg ("Prehistorisches und Ethnologisches", Wien 1915) zusammengestellt. Er findet für die Verwendung dieser magischen Zahl ein Zentrum, das im Zweistromland zu suchen ist, und das von da aus sich über die ganze Welt verbreitete. Die Zahl tritt erst als kosmische (sieben Planeten) auf, wird dann magisch und schließlich bloße Gebrauchs- und Lieblingszahl.

Die weitverbreitete Verwendung kann hier nur angedeutet werden:

  • sieben Wochentage,
  • sieben Hauptgötter,
  • sieben Planeten in der Bibel,
  • sieben Engel vor Gottes Thron,
  • siebenarmiger Leuchter,
  • das Buch mit sieben Siegeln.

Sieben als juristische Periode:

Freilassung von Sklaven, Zinsennachlaß u. a. m. Sieben Städte streiten um den Ruhm, die Geburtsstätte Homers zu sein, der selbst wieder vom siebenhäutigen Schild des Ajax, sieben untadeligen Weibern u. a. erzählt, und den Odysseus sieben Rinder- und Schafherden des Helios rauben läßt. Sieben Weise hatte Griechenland, sieben Weltwunder wurden gezählt.

In den deutschen Märchen begegnen uns sieben Brüder, Siebenschläfer, sieben Raben u. a. Dazu die kirchlichen Siebenzahlen, wie die sieben Sakramente, die sieben Todsünden.

Unübersehbar sind die Ortenamen in Verbindung mit der Zahl Sieben:

  • Siebenbrunn,
  • Siebeneichen,
  • Siebenburgen,
  • Siebenhufen,
  • Sette Communi,
  • Seven Hills u. a.

Die Verwendung heiliger Zahlen in der freimaurerischen Ritualistik hat auch auf die Sieben Bezug. Daher neben dem oft verwendeten Siebengestirn die sieben Schritte, sieben Jahre, siebenstufige Leiter u. a. m. (s. Zahlen).