Bundeslade

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Bundeslade des Femininen York Ritus in Deutschland

Bundeslade bei Lennhoff/Posner

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

(engl. Ark of the Covenant), nach 2. Moses, 25, 10, und anderen Bibelstellen eine kostbare Lade, in der die beiden steinernen Gesetzestafeln, Manna und Aarons Stab aufgehoben wurden. Spielt eine ritualistische Rolle im Royal-Arch-Grad.

Bundeslade bei Schletter/Zille

Quelle: Allgemeines Handbuch der Freimaurerei, Hermann Theodor Schletter, Moritz Alexander Zille, F.A. Brockhaus, 1863

Die Lade Gottes

Lade Gottes. In derselben wurden die mosaischen Gesetztafeln und nach Hebr. 9, 4 auch ein Körbchen mit Manna und der blühende Stab Aaron's aufbewahrt (Vgl. 2. Mos. 25, 10 fg.; 5 Mos. 10, 1 fg.; Joseph. Ant., 3, 6, 5.)

Beschaffenheit der Lade

Sie war von Akazienholz gefertigt, 2,5 Ellen lang und 1,5 Ellen breit und hoch, inwendig und auswendig mit Gold überzogen, am oberen Rande mit einem goldenen Kranz eingefasst. Der Deckel war ebenfalls mit Gold überzogen; auf demselben standen zwei goldene Cherubsbilder mit ausgebreiteten Flügeln, das Gesicht gegeneinander gekehrt, zwischen welchen Jehovah als gegenwärtig gedacht wurde (2. Mos. 25, 22).

Aufbewahrungsort und Sage über Jeremias

Die Bundeslade befand sich im Allerheiligsten der Stiftshütte, später des Tempels; niemand aus dem Volke durfte sie berühren oder ansehen. Bei der Zerstörung des Tempels durch Nebukadnezar ging sie wahrscheinlich durch Feuer zu Grunde, daher war das Allerheiligste des nach der Babylonischen Gefangenschaft erbauten Tempels völlig leer. Joseph. Bell. jud. 5, 5, 5; 2. Makk. 2, 4 fg. berichten von einer Sage, nach welcher der Prophet Jeremias nach göttlichem Befehl die Bundeslade bei der Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar in einer Höhle des Berges Pisga verborgen habe; die ihn begleitenden Priester wollten später den Ort bezeichnen, sie konnten ihn aber nicht wiederfinden. Heilige Kisten für Götterbilder und andere geheimnissvolle Heiligtümer findet man auch bei anderen Völkern besonders bei den Ägyptern, sowie bei den Griechen, Etruskern und Römern.

Bundeslade und Freimaurerei

In den Hochgraden wird die Bundeslade im Abbilde als Heiligtum verehrt und durch dieselbe die Festhaltung an den Gesetzen der Freimaurerei bezeichnet. In der Royal-Arch-Maurerei ist die Bundeslade vor allem hoch und heilig gehalten.

In Zerbst wurde am 21. oder 28. März 1785 eine Schotten-Loge "Bundes-Lade" gestiftet. (Quelle: Handbuch für Freimaurer, ueber den Ursprung und die Geschichte des Ordens von Otto Biégon von Czudnochowski, Heuser, 1862).

Die Stadt Gibeon und Salböl

Der vornehmste Altar und die Bundeslade wurden vor der Erbauung des Tempels und während der Unruhen in Judäa zu Gibeon (Gabaon) aufbewahrt.

Die Cassienrinde bildet einen der Bestandteile, aus welchen das heilige Salböl bereitet wurde, mit welchem Moses die Stiftshütte, die Bundeslade, den Schaubrottisch, den Leuchter, den Räucheraltar, den Brandopferaltar und das Handfass salbte (2. Mos. 30, 24-28).

Bundeslade bei Wikipedia

Quelle: Wikipedia, Artikel dort: „Bundeslade“

Als Bundeslade (hebräisch: אָרוֹן הָבְּרִית ʔārōn hābrīt, neuhebräisch: Aron habrit) wird ein mythischer Kultgegenstand des Volkes Israel bezeichnet. Sie enthielt nach Darstellung der Tora die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Moses von Gott erhielt. Die Bundeslade galt demnach beim Auszug Israels aus Ägypten unter Mose als Garant für Gottes Gegenwart inmitten des Volkes. Sie ist bis heute Symbol für den Bund Gottes mit dem Volk Israel (daher der Name „Bundeslade“). Einen archäologischen Nachweis ihrer Existenz gibt es bis heute nicht.

Die Lade war der biblischen Beschreibung (Ex 25,10-20 EU) zufolge eine mit Gold überzogene Truhe aus Akazienholz, auf der zwei Cherubim thronten, die schützend ihre Flügel über die mit zwei Tragebalken versehene Truhe ausbreiteten.

In Synagogen wird auch heute noch der Toraschrein, in dem die Tora-Rollen aufbewahrt werden, als „Heilige Lade” (hebräisch: אָרוֹן קׄדֶשׁ ʔārōn qodeš, neuhebräisch: Aron kodeš) bezeichnet. Der Toraschrein steht an der Vorderwand der Synagoge, die gegen Jerusalem gerichtet ist.

Die Bundeslade in Film, Literatur und Musik

Die Bundeslade ist immer wieder Gegenstand parawissenschaftlicher Untersuchungen und auch vielfach Thema in fiktiven medialen Darstellungen, die mit Spekulationen zu ihrem Verbleib arbeiten. Die folgende Aufstellung nennt nur die bedeutendsten Beispiele:

In parawissenschaftlichen Werken wurde versucht, Funktion und Bedeutung der Bundeslade technisch zu erklären, z. B. als Kondensator, der als Kommunikationsapparat diente (Erich von Däniken in Erinnerungen an die Zukunft) oder als Funkgerät der Prä-Astronautik (Robert Charroux).

Steven Spielberg steigerte, mit seinem Abenteuerfilm "Jäger des verlorenen Schatzes", den Bekanntheitsgrad der Suche nach Bedeutung und Funktion der Bundeslade; er lässt nationalsozialistische Archäologen bei Tanis nach der Lade suchen, um ihre „unendliche Macht“ für militärische Zwecke zu nutzen, wobei der Held des Filmes, Indiana Jones, sie daran zu hindern sucht.

In Harry Mulischs Roman "Die Entdeckung des Himmels", wird der Inhalt der Bundeslade vom römischen Kaiser Titus aus dem Tempel in Jerusalem geraubt und nach Rom gebracht. Nach Jahrhunderten bringt der Junge Quinten Quist die zwei Tafeln zurück an ihren ursprünglichen Platz in Jerusalem. Dort werden sie durch göttliche Macht zerstört: Gott nimmt seine Gesetze zurück und kündigt damit seinen Bund mit der Menschheit.

Darüber hinaus existieren viele weitere Romane, Filme, Serien und Computerspiele, in denen die Bundeslade gesucht oder wiedergefunden wird.

Die Bundeslade von Br Igor Ferrer

Siehe auch