Jesse Jackson

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Jesse Jackson

Quelle: Wikipedia


Jesse Louis Jackson, Sr. (* 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina, als Jesse Louis Burns) ist ein US-amerikanischer Politiker, Bürgerrechtler und Baptistenpastor. 1984 und 1988 bewarb er sich als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei und wurde bei den Vorwahlen Dritter.

Kindheit und Jugend

Jackson wurde in einem armen Haushalt in Greenville geboren. Nach dem Besuch der University of Illinois und der North Carolina Agricultural and Technical State University begann er ein Theologiestudium am Theologischen Seminar von Chicago und trat der Southern Christian Leadership Conference unter Führung von Martin Luther King bei. Er war beim Attentat auf King anwesend, als dieser am 4. April 1968 in Memphis erschossen wurde.

Aktivitäten

Jackson gründete zwei gemeinnützige Organisationen, 1971 „PUSH“ (People United To Serve Humanity) und 1984 die „Rainbow Coalition“ (dt. Regenbogenkoalition). Beide Gruppen wurden 1996 vereinigt. In den 1980er-Jahren war er der bekannteste afroamerikanische Politiker und wurde ein Vertreter der Bürgerrechte. Da sich Jackson auch als Anwalt der Afrikaner betrachtete, besuchte er beispielsweise 1972 das westafrikanische Liberia.

Präsidentschaftskandidat

1984 war Jackson nach Shirley Chisholm (1972) der zweite Afroamerikaner, der sich um die Präsidentschaft bewarb. Mit 3,5 Millionen Stimmen wurde er unerwartet Dritter bei den Vorwahlen der Demokraten nach Gary Hart und Walter Mondale, der die Nominierung gewann. Seine Teilnahme steigerte die Bedeutung der schwarzen Wählerschaft für die Demokratische Partei.

Auch 1988 bewarb er sich um die Präsidentschaft. Er konnte sein Ergebnis von 1984 deutlich auf 6,9 Millionen Stimmen ausbauen und lag zeitweise bei den gewonnenen Delegiertenstimmen in Front. Am Ende unterlag er aber trotz 11 gewonnener Bundesstaaten Michael Dukakis.

Politisches Engagement

Obwohl Jesse Jackson dem „Dritten Weg“ oder der eher gemäßigten Politik von Bill Clinton anfangs kritisch gegenüberstand, wurde er ein wichtiger Verbündeter Clintons, dem er Wähler zuführte und dessen enger Berater und Freund er wurde. Sein Sohn Jesse Jr. wurde als Mitglied des Repräsentantenhauses auch Politiker.

Jackson war an mehreren Verhandlungen mit ausländischen Staatsführern beteiligt, um die Freilassung amerikanischer Gefangener zu erreichen. So traf er Fidel Castro, Saddam Hussein und Slobodan Milošević. 1984 wurde der Marinepilot Robert Goodman von Syrien freigelassen.

Jackson ist ebenfalls als leidenschaftlicher Redner in der Tradition von afroamerikanischen und Südstaaten-Prediger bekannt. Er sprach auf dem Millionen-Mann-Marsch von 1995 und nahm während der knappen Wahlentscheidung im Jahr 2000 an pro-demokratischen Demonstrationen in Florida teil. Er erschien 2003 auch auf mehreren Demonstrationen gegen den Irakkrieg.

Von 1991 bis 1997 fungierte Jackson als Shadow Senator für die Bundeshauptstadt Washington, D.C.; dieses eher symbolische politische Amt, das im Bundesdistrikt allerdings offiziell gewählt wird, soll die Bemühungen Washingtons um ein volles Stimmrecht im Kongress unterstreichen.

Logenzugeörigkeit

Rev. Jesse Jackson, Mitglied der Harmony Lodge No. 88, Chicago, Illinois, USA.

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