Libanon

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Libanon

Sovereign Grand Commander of Supreme Council Of Lebanon and Middle East Fadi El Zahabi

Libanon

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

Libanon, das Gebirge, aus dem Konig Salomon das Bauholz, die Zedern, für seinen Tempel bezog.

Prinz vom Libanon, Nebenbezeichnung des XXII. Grades des A. u. A. Schottischen Ritus (s. Ritter der Koniglichen Axt); Tall Cedars of Libanon nennt sich ein Seitenzweig der amerikanischen Freimaurerei, dessen Symbolik auf die Holzfäller des Libanon anspielt.

Freimaurerei im Libanon

Quelle: Kathtube

Im Libanon wurde schon 1861 während der Intervention der Großmächte gegen den Drusenaufstand von der Großloge von Schottland die erste Loge installiert, denen weitere des Grand Orient de France, der Grand Lodge of New York, der Grande Loge de France und der ägyptischen Maurerei folgten. Die meisten von ihnen schlossen während des Bürgerkriegs seit den 70er Jahren. Heute gehören fünf Logen im Libanon und eine im Jordanien unter der Obedienz der Großen Loge von Schottland, im Libanon arbeitet mit dem Groß-Orient von Frankreich die Grande Loge des Cedres. In Jordanien war König Hussein sogar Großmeister.

Freimaurerei in muslimischen Ländern

Quelle: Kathtube

Durch islamische Bruderschaften und Derwisch-Bünde lässt sich manche Wesensverwandtschaft islamischer geheimer Gruppen mit der Praxis der Freimaurer erschließen, sodass es zunächst nicht verwundert, wie früh bereits die ersten Logen der Freimaurer in islamischen Ländern entstanden. Andererseits aber tagte vom 8. bis 10. April 1974 die Islamische Welt-Liga in Mekka und erklärte in einem Abschlussdokument die Freimaurerei als unvereinbar mit dem Islam. Mit Bedauern nahmen damals die muslimischen Vertreter zur Kenntnis, dass die katholische Kirche nicht mehr an ihrer traditionellen Ablehnung der Freimaurerei festhalte. Dies gilt aber nur zum Teil: Zwar wurden 1983 im Gegensatz zum alten Codex Juris Canonici im neuen Gesetzbuch der Katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanum die Freimaurer nicht mehr explizit als aus der Kirche Ausgeschlossene genannt, doch betonte der damalige Kardinal Josef Ratzinger noch vor der Promulgierung des neuen Codex, dass es weiterhin unvereinbar sei, Katholik und Freimaurer zu sein.

Die Islamische Welt-Liga forderte 1974 alle Muslime, die einer Loge angehören, zum Austritt auf und schloss jeden dort verbleibenden Muslim von allen islamischen Ämtern aus. Nur einige mehrheitlich islamische Länder wie Jordanien, der Libanon und die Türkei wehrten sich gegen diese Bestimmungen; in den anderen islamischen Ländern waren rund 20.000 Freimaurer von diesen diskriminierenden Beschlüssen betroffen. In einzelnen Ländern wurden die Logen sogar verboten, in einigen islamischen wie Iran steht auf sie Todesstrafe.


Lebanese Grand Lodge For Arab Countries

Text und Bilder von Bruder Sarjoun Karam (2020)

Diese regulär orientierte Großloge entstand ursprünglich unter dem innerhalb der englisch orientierten Freimaurerwelt anerkannten "ägyptischen System" und wurde dann 1940 zu einer unabhängigen Mutter-Loge in der arabischen Welt. In dieser Loge wurden arabische Könige und Präsidenten als Freimaurer aufgenommen, darunter König Abdullah I. (1882 - 1951) und sein Sohn König Hussein von Jordanien (1935 - 1999). Die Großloge tritt jedenfalls in der medialen Öffentlichkeit sehr zurückhaltend auf, weil es im Vorderen Orient nicht wenige Menschen gibt, die der Freimaurerei "Zionismus" unterstellen.


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Dieses Foto zeigt rechts den jordanischen König Hussein unmittelbar nach der Aufnahme und ihm gegenüber in der Mitte den damaligen Großmeister Hunein Kattini.


Am 4. August 2020 explodierten im Hafen von Beirut in einem Speicher an die 3000 Tonnen Ammoniumnitrat (fast tausend Tonnen TNT-Äquivalent). Mehrere hundert Menschen wurden im Umkreis getötet, tausende verletzt und Teile der Stadt beschädigt oder zerstört. Dies widerfuhr auch dem Logenhaus der Lebanese Grand Lodge For Arab Countries, das nicht weit vom Hafen entfernt steht, wie auf dem ersten Bild beim Blick durch das Fenster auf die Hafenkräne zu erkennen ist.


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Siehe auch

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