Zum brennenden Dornbusch

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Johannis-Freimaurerloge:

"Zum brennenden Dornbusch"

Ort: Alzey
VGL Matr.-Nr.: 1088
GLL Matr.-Nr.: 252
Gründungsdatum: 07. September 2019
Großloge: GLLdFvD


Zum brennenden Dornbusch

Die freimaurerische Vereinigung "Zum brennenden Dornbusch" wurde am 20.10.2017 von der Darmstädter Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« ins Leben gerufen. Als Vorstufe zu einer Freimaurerloge hat sie den Zweck, die Errichtung einer Freimaurerloge unter der Konstitution der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Alzey zu erstreben. In Rheinland-Pfalz gibt es noch keine Freimaurerloge unter der Konstitution der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, welche 1770 in Berlin gegründet wurde.

Namensgebung

Der Name der Vereinigung bezieht sich einerseits auf die biblische Geschichte, in der Moses von Gott beauftragt wurde, sein Volk aus der ägyptischen Sklaverei zu befreien. Dabei wird diese mosaische Mission in der jüdischen Mystik als die Befreiung aus der Sklaverei von Vorurteilen angesehen, welche metaphorisch das Volk Israel in Ägypten gefangen hielt. (vgl. 2. Buch Moses 3,2)

Bei dem Feuer, welches den Dornbusch nicht verzehrte, handelt es sich im übertragenen Sinn um das Feuer in einem selbst. Jenes Feuer, welches die Freimaurerei anstrebt und sich nur in einem reinen Herzen entfalten kann. Nach dieser altehrwürdigen Tradition ist ein Freimaurer »ein freier Mann, der seine Neigungen zu überwinden, seine Begierden zu mäßigen und seinen Willen den Gesetzen der Vernunft zu unterwerfen weiß.« Diese Maxime soll ihm als Leuchtfeuer in seinem Leben dienen.

Andererseits ist der Name der Vereinigung eine Anspielung auf die Legende aus der christlichen Mystik, in der es sich um denselben Dornenbusch gehandelt haben soll, aus dem später die Römer die Dornenkrone von Jesus von Nazareth anfertigten. Der Dornenbusch verbrannte nicht aber er erlosch nach dem Moses seine Mission erfüllt hatte. Sehr viel später soll er von Karawanen nach Jerusalem gebracht worden sein, denn Holz ist bis heute im Nahen Osten selten und wertvoll.

Das Logen-Siegel

Logensiegel der Alzeyer Freimaurerloge.


Das zukünftige Logen-Siegel der zukünftigen Alzeyer Freimaurerloge »Zum brennenden Dornbusch« basiert auf dem Logen-Siegel ihrer Darmstädter Mutterloge »Zum flammenden Schwert« in Darmstadt. Das flammende Schwert ist durch den brennenden Dornbusch ersetzt worden und die 81 ungleichmäßigen Feuerstrahlen weichen 42 gleichmäßigen Lichtstrahlen.

Sieben Äste des Dornbuschs wachsen in die Mitte des Zirkels und Winkelmaßes hinein. Zirkel und Winkelmaß entsprechen der Anordnung der Antients. Die Äste bilden die Form einer Menora nach und können als Vorboten der sieben Flammen verstanden werden, die über dem Winkelmaß zu sehen sind. Die sieben Flammen stehen für die sieben Gaben des Heiligen Geistes (Jesaja, Kapitel 11, Verse 1 und 2) und die sieben Äste deuten darauf hin, dass sich der Mensch diese aneignen soll. Der Stamm und die Äste unter dem Zirkel tragen zehn Dornen als Hinweis auf die »Zehn Gebote« und auf die zehn »Sephiroth« des kabbalistischen »Baum des Lebens«. Der äußere Kranz besteht aus 42 gleichmäßigen Lichtstrahlen und deutet auf einen verborgenen Gottesnamen hin, der aus 42 Buchstaben gebildet wird und mit der Schöpfung des Weltalls im Zusammenhang steht. 42 mal soll das Volk Israel in der Wüste Halt gemacht haben, bevor es ins Gelobte Land einziehen durfte. Umrandet werden die Symbole von einem in sich geschlossenen Seil, das auch als Vereinigungsband verstanden werden kann. Es besteht aus 72 Gliedern oder Knoten und ist eine Anspielung auf die 72 Eigenschaften Gottes aus der »Kabbala«. Die Kabbala wird ebenfalls im »Ahiman Rezon« von 1756 erwähnt. Das in sich geschlossene Seil ist auch ein Hinweis auf den Ouroboros, der sich selbst in den Schwanz beißenden Schlange, welche eines der wichtigsten Symbole der Alchemie darstellt.


Kontakt

mailto:kontakt@alzey-freimaurer.de

Presse

Links

Siehe auch