Robert Matthees

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Robert Matthees in Hamburg, 2023

Robert Matthees

(Christoph) Robert Matthees wurde 1985 in Riesa geboren und beschäftigt sich mit Produktdesign, Freimaurergeschichte und Philosophie. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er in Gröditz bei Riesa in Sachsen. Er ging auf die Mittelschule "Siegfried Richter", ebenfalls in Gröditz, absolvierte eine Lehre zum IT-Kaufmann in Dresden (Telekom) und studierte später unter anderem in Mainz an der Johannes Gutenberg-Universität Philosophie, Management und Ökonomie. Viele Jahre hielt er sich beruflich in London auf. Heute ist er in Hamburg zuhause und arbeitet in den Bereichen Product Design, Business Strategy und User Experience / Technologie.

In der Forschung beschäftigen ihn Wahrnehmungs- und Verstehensprozesse, und menschliche Entwicklung. In der Freimaurerforschung liegt sein Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Ideengeschichte und Freimaurerei, als auch auf der Entwicklung früher Grade wie bspw. der frühe Schottischer Meister (siehe Schottenloge) oder der Meistergrad mit Hiramlegende.

Im Oktober 2022 erklärt er bei einem Forschungsvortrag in Hamburg:

"Durch den Meistergrad mit Hiramlegende wurde eine besondere Form, ja, ein besonderer Rahmen für Freimaurerrituale geschaffen, in welchem die Kandidatin bzw. der Kandidat eine Legende am eigenen Leib erfährt. Im Meistergrad handelt es sich dabei um die Hiramlegende, im Grad des Chevalier Rose Croix, dem Ritter Rosenkreuz, der vor allem ab den 1760er Jahren in Frankreich zum beliebtesten Grad der damaligen Freimaurerei wurde, waren es Motive eines ursprünglichen, initiatorischen Christentums und damit verbunden ein neues Meisterwort, beim Kadosch ist es das Templertum, im Knight of Scandinavia, dem 34. Grad des ursprünglichen Memphis-Ritus, ist es die nordische Mythologie, im 64. Grad desselben Ritus ist es der Mithras-Kult. Kurz: Es wurde ein unglaublicher Spielraum geschaffen, und die menschliche Kreativität hat diesen Raum mit vielen Inhalten zu füllen gewusst."

Auch wenn er aus Arbeiten in Forschungslogen für die Inhalte und Ritualpraxis der weiterführenden Grade als Experte gilt und viele davon als Kandidat in historischen Arbeiten (bis zum 64. Grad im Alten Memphis Ritus) erleben durfte, hat für Robert Matthees die Freimaurerei im Besonderen drei Grade. Darüber hinaus habe er an weiterführenden Graden vor allem ein historisches Interesse, erklärt er, und sehe sich in der - wie er sagt - "guten Hanseatischen Tradition um Friedrich Ludwig Schröder und der Freimaurerei bis zum Meistergrad", wobei er die Hochgrad-Ablehnung Schröders als zu extrem betrachtet. Diese schränke die Vielfalt der Freimaurerei viel zu sehr ein. Und seine heimliche Liebe sei der "Herodom of Kilwinning" des Royal Order of Scotland, den er als Patchwork-Teppich empfinde, aus Traditionen, die es nicht in die neue Spielart der Freimaurerei der Premier Grand Lodge um Desaguliers geschafft haben.

Robert Matthees wurde am 15. März 2006 in der Loge "Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute" Nr. 3 i.O. Dresden (gegr. 1738) aufgenommen. Nach 15 Jahren in der rein männlichen Freimaurerei wechselte er 2021 in die gemischte Freimaurertradition, um gemeinsam mit Frauen am Tempel der Humanität bauen zu können. Diese Form der Freimaurerei erscheine ihm deutlich zeitgemäßer. Kontakte in die rein männliche Kette bleiben im Rahmen der Freimaurerforschung und bei karitativen Projekten natürlich bestehen, auch wenn diese zu ihren Tempelarbeiten keine Freimaurer oder Freimaurerinnen aus gemischten Logen zulassen.

Er ist heute Mitglied der Loge Loge “Lessing am Tor zur Welt” Nr. 7, gegr. 1974 im Orient Hamburg.

Künstlerisches Werk

Das Werk von Robert Matthees umfasst philosophische Publikationen (bspw. eine Biografie über Johann Gottfried Herder), aber auch andere Textarten.

Siehe dazu "An die Logenväter" Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute

Shriner

Robert Matthees gehört zu den Gründungsmitgliedern des Emirat Temple der europäischen Shriners. Verließ die Organisation jedoch im Jahr 2013, um sich anderen karitativen Projekten widmen zu können.

Publikationen (Auswahl)

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