Logenhaus Welckerstraße
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Geschichte
Ein Vorgängerbau des heutigen Logenhauses befand sich an der großen Drehbahn, in unmittelbarer Nachbarschaft zur heutigen Welckerstr und des 1795 eingeweihten Hamburger Freimaurer-Krankenhauses. Der klassizistische Bau wurde 1799 durch die Vereinigten fünf Hamburger Logen in Auftrag gegeben und 1800 eingeweiht. Architekt war der Freimaurer Axel Bundsen. Das Logenhaus war vermutlich das erste in Deutschland zu ebendiesem Zweck erbazte Logenhaus.[1][2]
Mit der französischen Besatzung Hamburgs und der englischen Kontinentalsperre traten für die Hafenstadt schwere Zeiten an ('Franzosenzeit' von 1806-1814). Da die Hamburger Logen die Beziehungen zur Großen Loge von London verlor und um einer Einverleibung in die französischen Großloge zuvorzukommen, gründeten die Vereinigten fünf Logen die Große Loge von Hamburg. Das Logenhaus an der Drehbahn diente fortan als deren Sitz.[1]
Das Logenhaus überstand den Großen Brand von Hamburg (1842) ohne viel Schaden zu nehmen. Es diente schon am Tag auf den Großen Brand ersatzweise als Börse, später auch als Handelsgericht und Obdachlosenheim.[1]
1891 bezogen die Vereinigten fünf Logen ein neues Logenhaus in der Welckerstr. 8. Hintergrund war das massive Wachstum der Mitglieder der Hamburger Logen, weswegen die das Logenhaus nicht mehr fassen konnte. (Das Logenhaus in der Moorweidenstraße existierte zu dem Zeitpunkt noch nicht.) Das alte Logenhaus in der Drehbahn sowie Teile des Freimaurer-Krankenhauses wurden daraufhin abgerissen, um Platz für den Bau der Oberpostdirektion freizumachen.
Auf einem 17.000m2 großen Grundstück in der Welckerstraße wurde das neue, repräsentative und größere Haus vom Freimaurer und Architekten Arthur Viol im neo-palladianischem Stile errichtet. Am Giebel befand sich ein allsehendes Auge, im Haupttempel wurde eine überlebensgroße Statue von Friedrich Ludwig Schröder errichtet.[1][2][3]
Im Zuge des Verbots der Freimaurerei in Deutschland (1935-1945) diente das Logenhaus Welckerstraße zunächst als "Anti-Freimaurer-Museum". Auf Anordnung der Nationalsozialisten wurde es 1937 abgetragen —— im Gegensatz zum inzwischen errichteten Logenhaus Moorweidenstraße der GLLvD, das erhalten blieb und von den Nazis als Verwaltungssitz umfunktioniert wurde (u.a. diente es auch als Sammelstelle für die Deportationen in Arbeits- und Vernichtungslager). Die Große Loge von Hamburg wanderte derzeit ins Exil in Chile.[1]
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Wiederbelebung der Freimaurerei in Westdeutschland. 1970 bis 1971 ließen die Vereinigten fünf Logen durch den Architekten Gerd Pempelfort ein Nachfolgebau des Logenhauses in der Welckerstr. 8 errichten. Das neue und bis heute bestehende Logenhaus fällt deutlich schlichter als seine Vorgängerbauten aus. Über den Logenhaus und dessen Einrichtungen (zwei Tempel, Restaurant, Bibliothek, etc.) im Erd- und Kellergeschoss befinden sich in den Obergeschossen Büroräume, die durch Mieteinnahmen den Betrieb des Logenhauses aufrecht erhalten sollen.[1]
Logen
Im Logenhaus arbeiten folgende Logen:
Distriktloge
| Name | Orient | Großloge | Matrikel Nr | Weblink |
|---|---|---|---|---|
| Distriktloge Hamburg | Hamburg | AFuAMvD | — | Distriktloge Hamburg |
Johannislogen
Vertiefungsgrade
| Name | Orient | Großloge | Matrikel Nr | Weblink |
|---|---|---|---|---|
| Anglo-Hanseatic, Royal Arch Chapter | Hamburg | BFG | 6 | Anglo-Hanseatic, Royal Arch Chapter |
| Rope and Anchor Lodge of Mark Master Masons | Hamburg | BFG | 1782 | Rope and Anchor Lodge of Mark Master Masons |
| Tor zur Welt | Hamburg | AASR | 66 | Tor zur Welt |
| Pflicht und Tat | Hamburg | AASR | 81 | Pflicht und Tat |
| Unitas Cordum | Hamburg | AASR | 69 | Unitas Cordum |
