Zum rothen Adler

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Sankt Johannisloge:

"Zum Rothen Adler"

Orient: Hamburg
Matr.-Nr.: 18
Gründungsdatum: 14. Mai 1774
Großloge: GLLvD

Zum Rothen Adler

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Brief vom 16.4.1778

Geschichte

Schon am 14. Mai 1774 wurde die gesetzmäßig verbesserte und vollkommene Sankt Johannis-Loge „Zum Rothen Adler“ in Hamburg durch Licentiat jur. Georg Ludwig Bokelmann gegründet (ehemaliger Br. der St. Johannisloge "Zur goldenen Kugel"). Sie zählt somit zu den wenigen ältesten deutschen Logen die (bis auf die dunkle Zeit) bis heute ununterbrochen arbeitet.

Ihr wurde von der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland der „Erlaubnis-Schein“ zur Stiftung der gesetzmäßig verbesserten und vollkommenen Johannis-Loge mit dem Beinamen „Zum Rothen Adler“ am 25. April 1774 erteilt und der Freiheitsbrief vom 28. September 1774 nach der Stiftung zugesendet. Beide wurden von Br. von Zinnendorf unterschrieben.

Seit weit über hundert Jahren arbeitet diese Loge immer Freitags und bingt somit den Adlerbrüdern eine geistige Einstimmung in die freie Zeit des Wochenendes und die Möglichkeit des Abstreifens der profanen Belastungen der Arbeitswoche. Meistens sind es Adlerbrüder, die in der Nacht von Freitag auf Samstag, vertieft in freimaurerische Gespräche, zuletzt mit den Bediensteten des Speisekabinetts, im größten Logenhaus Deutschland, die Lichter ausmachen.

Berühmte Adlerbrüder:

David Schlüter, Dr. juris - (*1758 in Hamburg; † 1844 ebenda) Br. Schlüter war seit 1801 Rath (Senator) und von 1835 bis 1843 Bürgermeister von Hamburg.

David Christoffer Mettlerkamp - (*1774 in Hamburg; † 1850 ebenda) Er war ein hamburger Bleidecker, Offizier und Politiker. Während der französischen Besatzungszeit schuf Br. Mettlerkamp das "Hamburger Bürgermilitär" (Hanseatischen Bürgergarde, nicht zu verwechseln mit der Hanseatischen Legion) und ritt nach der Niederlage der Franzosen vor den Russichen Truppen an der Spitze als Oberstleutnant und Kommandeur in das nun befreite Hamburg ein. Dieses Bürgermilitär wurde ausschließlich privat finanziert, Br. Mettlerkamp steuerte sein ganzes Vermögen mit ein. 1817 gründete er den Kunstverein in Hamburg mit (einer der ältesten Kunstvereine Deutschland). 1848 war Mettlerkamp der Alterspräsident der "Hamburger Konstituante" (Verfassungsgebende Versammlung). Zudem war er auch Provinzial-Großmeister der Provinzialloge von Niedersachsen.

Johann Ehlert Bieber - (*1799 in Hamburg; † 1856 ebenda) Oberspritzenmeister und damit Leiter der (damals noch freiwiligen) hamburger Feuerwehr. Beim großen Brand von Hamburg 1842, leitete er die Löschmaßnahmen, zusammen mit seinem Unterspriztenmeister Adolph Repsold. Er starb in der Ausübung seiner Pflicht bei einem Brand an einem Herzinfarkt. Er war von 1820-1842 beigeordneter Oberspritzenmeister und von 1842-1856 Oberspritzenmeister und damit der in der Spitze der Feuerwehr am längsten dienende Oberspritzenmeister der hamburgischen Feuerwehr in der Geschichte. Zudem war er auch Provinzial-Großmeister der Provinzialloge von Niedersachsen.

Carl Ludwig Wimmel - (*1786 in Berlin; 1845 in Hamburg) Br. Wimmel war ein Architekt und Baumeister. 1819 wurde Br. Wimmel in den hamburger Staatsdienst aufgenommen und 1841 erster Baudirektor Hamburgs. Br. Wimmel konnte in dieser Zeit, dank seiner Position, einige öffentliche Gebäude erbauen, so z. B. das Wachhaus am Millerntor. Br. Wimmel war von 1836 bis 1840 Logenmeister der St. Johannis-loge "Zum Rothen Adler"

Wichtig für die geistige Grundlage ist das „schwedische System“. 1767 erhielt Bruder von Zinnendorf aus Stockholm Unterlagen, die seinen Vorstellungen von den Aufgaben der Freimaurerei entsprachen.

Johannisloge "Zum Rothen Adler"

Gegründet 1774, Matrikel Nr. 18 der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland e. V. - Freimaurerorden


Freimaurerei kann man nicht beschreiben, man muß sie erleben !


Seit bald 250 Jahren finden sich in der Loge "Zum Rothen Adler" "freie Männer von gutem Rufe" zusammen.

Hamburg war schon immer eine weltoffene Stadt des Handels und des Handwerks. So spiegelte und spiegelt sich das noch heute, in der Zusammensetzung unserer Bruderschaft auch die Zusammensetzung der Bevölkerung dieser Freien und Hansestadt wieder. Es gab immer und gibt noch heute unter den Mitgliedern Kaufleute, Handwerker, Ingenieure, Akademiker, Künstler, Musiker etc.

Was allein zählt ist der Mensch. Die Zusammenkunft in der Loge hat das Ziel, den einzelnen Menschen dazu anzuregen, über mehr Menschlichkeit, Toleranz, Freundschaft und Humanität nachzudenken.

Der Begriff Freimaurer ist eine Übersetzung des englischen Wortes "freemason". So wurde der qualifizierte Steinmetz und Kirchenbauer im Mittelalter genannt. Diese Baubruderschaften bildeten eine verschworene Gemeinschaft. In den Dombauhütten vereinigten sie handwerkliches Wissen mit Ritualen und Symbolen zur "Königlichen Kunst".

Später verknüpfte sich die Freimaurerei eng mit der Aufklärung. Standesunterschiede verschwanden, in der Loge sind alle Logen-Brüder gleich.

Welche Ziele die Freimaurerei verfolgt ist unter den Einträgen der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland nachzulesen.

„Übersetzung“ des Briefes:

Wir Meister, Aufseher, Beamte und Mitglieder der gesetz mäßig verbreiteten und vollkommenen Frey-Maurer Loge zum rothen Adler in Hamburg bezeugen durch gegenwärtiges, daß wir den würdigen Bruder Wilhelm Walter für einen freyen und angenommenen arbeitenden Bruder Maurer Lehrling erkennen. Weshalb wir denn auch den genannten Bruder allen unseren auf der Oberfläche der Erde vereinigten oder zerstreuten Brüdern hiermit empfehlen.

Hamburg den 16 ten April 1778

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Kontakt

Richard Bosse
(Logenmeister)
Logenräume: Moorweidenstr. 36, 20146 Hamburg

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